Hessische Ergänzung zum lügenden Politiker: Lügender Schulleiter
 

 

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Den hessischen Schülern zum Vorbild?

Schulleiter belügt die Eltern. Schulaufsicht: Kein Fehlverhalten!

Die meisten Eltern legen in der Erziehung Wert darauf, daß sie von ihren Kindern nicht angelogen werden. Dasselbe verlangen die Lehrer von ihren Schülern. – Doch müssen auch Lehrer die Wahrheit sagen? Das hessische Kultusministerium sieht keine Probleme, wenn ein Schulleiter dem Vater einer Schülerin – wie im vorliegenden Fall – durch Handschlag versichert, die Wahrheit zu sagen, während er ihn gleichzeitig belügt.

Gesprächsnotiz

Der Vater einer Schülerin bat im Rahmen einer Dienstaufsichtsbeschwerde (u. a. gegen den Schulleiter) um Einsicht in die Akten der Schule. Diese wurden ihm vom Schulleiter des Fuldaer Rabanus-Maurus-Gymnasiums ausgehändigt.

Bei der Durchsicht im Dienstzimmer des Schulleiters fand sich ein „Aktenvermerk: Gespräch des Schulleiters mit dem Vater der Schülerin …“

Der Schulleiter wurde vom Vater der Schülerin darauf angesprochen mit dem Hinweis, daß es sich doch hierbei um ein persönliches Vieraugengespräch (!) gehandelt habe und beiderseits ausdrücklich vereinbart war, kein Schriftstück darüber anzufertigen. Die Vertraulichkeit dieses Gesprächs war zuvor auch zwischen einem Leiter des Schulamts Fulda und dem Vater der Schülerin im Beisein eines Rechtsanwalts vereinbart worden. Darauf versicherte der Schulleiter, diese Aktennotiz habe er ausschließlich für sich selbst gefertigt und niemand anderes habe sie zu Gesicht bekommen. Er würde sie gleich in den Papierkorb werfen, denn sie habe keinerlei Bedeutung.

Der Vater der Schülerin stand auf und holte als dritte Person die Sekretärin in das Dienstzimmer des Schulleiters. Er forderte den Schulleiter vor der Zeugin auf, seine soeben gemachte Aussage zu wiederholen. Der Schulleiter bestätigte nun nochmals, daß diese Aktennotiz ausschließlich für ihn alleine bestimmt war, daß niemand anderes sie kenne und daß er das Schriftstück an keinen anderen weitergereicht habe. Der Schulleiter wurde nun gebeten, dies mit Handschlag zu bekräftigen. Er gab dem Vater der Schülerin über den Tisch hinweg die Hand und beide setzten sich.

Vater der Schülerin: „Herr Schulleiter, Sie haben mich soeben angelogen! Dieses Schriftstück befindet sich auch in den Akten des Schulamts.“ Der Schulleiter versicherte, daß dies nicht sein könne. Niemand habe dieses Schriftstück erhalten.

Der Schulleiter wurde nun darüber informiert, daß der Vater der Schülerin über eine Kopie dieses Aktenvermerks aus den Schulamtsakten verfügt. Diese werde in einer halben Stunde per Fax an die Sekretärin übersandt, damit keinerlei Mißverständnisse entstehen. Die Sekretärin bekam das betreffende Schriftstück mit dem Aktenvermerk zur Ansicht überreicht, gab es zu den Schulakten zurück und verließ den Raum.

Lügen und berühmte Lügner

Bei einer „Lüge” weiß der Lügner, daß er lügt, d. h. er kennt die Wahrheit.

Ein „Wortbruch” ist dagegen die Fortsetzung der Lüge, also jener Moment, wenn ein gegebenes Versprechen nicht eingehalten wird.

Politiker verwenden nicht gerne die harte Bezeichnung für den Vorgang selbst (Lüge), sondern bemühen sich um Verharmlosung mit den weniger verwerflich klingenden Bezeichnungen „Wortbruch” oder „gebrochenem Versprechen”, wobei die Grenze zur Fehleinschätzung oder Fahrlässigkeit (bei unbeabsichtigter Falschinformation) durchaus fließend sein kann (z. B. bei Norbert Blüm: „Die Rente ist sicher!” oder Gerhard Schröder: „Senkung der Arbeitslosigkeit auf 3,5 Millionen!”).

Berühmte Lügner waren z. B.

Walter Ulbricht (DDR-Staatsrats-Vorsitzender) am 15. Juni 1961: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten." – keine zwei

Monate vor Beginn des Mauerbaus.

Ferenc Gyurcsány (ungarischer Premier) erklärte im Herbst 2006, er und die Partei hätten dem Volk vor und nach der Wahl die Unwahrheit gesagt: „Stattdessen logen wir morgens, mittags und abends.“

Bill Clinton (US-Präsident) 1998: ”Ich hatte keine sexuelle Beziehung …“

Uwe Barschel (schleswig-holsteinischer CDU-Ministerpräsident) 1987 bei der Abgabe seines „Ehrenworts” (Vorwurf bis heute ungeklärt).

…und auch Hessen ist dabei:

Roland Koch (Hess. Ministerpräsident, CDU) wußte 2000 angeblich nichts über illegale Spenden und unsachgemäße Verbuchung.

Andrea Ypsilanti (Hess. SPD-Chefin) wollte sich nicht mit Hilfe der Linkspartei zur Ministerpräsidentin wählen lassen – aber nur vor der Wahl! (2008).

Der Vater der Schülerin blätterte noch kurze Zeit in den Schulakten und verabschiedete sich vom Schulleiter. Etwa eine halbe Stunde später erhielt die Sekretärin des Gymnasiums per Fax ein kurzes Anschreiben, das Schriftstück mit dem betreffenden Aktenvermerk und das vorliegende Protokoll. Den Erhalt bestätigte sie telefonisch.

Ein zu beanstandendes persönliches Fehlverhalten des Schulleiters

ist auch hierin nicht zu erkennen.

(Hessisches Kultusministerium, AZ: 1 Va – 050.931.000-10 v. 31.3.2005).

pdf / FD105 / 10.2008

 

 

„Politische Schadensbegrenzung” statt „Kontrolle und Aufsicht”

 

Die staatliche Schulaufsicht ist mit ihrer Selbstkontrolle überfordert

Juristen berufen sich in ihren Ausführungen auf früher ergangene Urteile und höchstrichterliche Entscheidungen. Lehrer orientieren sich in ihrem Verhalten an den Entscheidungen der Schulaufsicht.

Werden Beschwerden über Mißstände an Schulen von den Schulämtern und Kultusministerien abgewiesen, obwohl sie berechtigt und begründet waren, folgt der Nachahmungseffekt: Was einmal als korrekt bestätigt wurde, kann beim nächsten Mal nicht falsch sein!

Dies führt zu einer Herabsetzung der Hemmschwelle für bewußtes Fehlverhalten bei Schulleitern und Lehrern.

weiter …

 

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www.elternkritik.de (16.10.08)

Eltern wehren sich gegen die Anwendung von psychischer Gewalt

Lehreraggressionen gegen Schüler (Teil 3)

Seit die physische (körperliche) Gewalt an Schulen verboten ist, scheinen viele Lehrer unbewußt oder vorsätzlich zur Erziehungsmethode der psychischen (auf die „Seele” wirkenden) Gewalt zu wechseln – mit gravierenden Folgen für betroffene Schüler und Eltern. Beschwerden sind nahezu sinnlos: die Täter genießen fast immer den Schutz von Schulbehörden, die jegliche Beweisführung blockieren.…weiter


www.schülerkritik.de (16.10.08)

Couragierte Schüler als Vorbilder

Einmischen und mitmischen (Schülerbeitrag, 14 Jahre)

Wer die Bildung und Ausbildung der Kinder und Jugendlichen eines Landes bestimmt und kontrolliert, sichert sich die Macht! Nach diesem Grundsatz handeln alle Staaten – natürlich in einer sehr verschiedenen Art und Weise. So versuchen z. B. totalitäre Regimes, ihre Ideologien und Vorstellungen schon den Jüngsten zu vermitteln, da …weiter


www.schulkritik.de (16.10.08)

Tendenz in Krisenzeiten: Ruf nach der „starken Hand”

Mängel in der schulischen Bildung?

…35,2 % der Schüler stimmten der Meinung zu, „eine starke Hand müßte mal wieder Ordnung in unseren Staat bringen”…stellt sich die Frage, mit welcher Verantwortung nicht zuletzt die Schulen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten an dieses Aufgabenfeld herangegangen waren. Welche Keime wurden in die Schüler hineingetragen, wenn mehr als ein Drittel von ihnen trotz allen geschichtlichen Unterrichts akzeptiert, sich politisch erneut von einer „starken Hand” führen zu lassen. .…weiter


www.lehrerkritik.de (16.10.08)

Machtverlust? Kritikfähigkeit?

Zwang zur Neuorientierung

Wie alle Menschen wird auch die Berufsgruppe der Lehrer von der Gesellschaft an bestimmten Prinzipien gemessen und danach charakterisiert. Dies spiegelt sich stets auch in Verhaltensweisen wider. Eine zentrale Rolle spielt die Ausübung von „Macht“ gegenüber Kindern und Jugendlichen. Doch wenn sich Schüler und Eltern immer selbstbewußter verhalten, droht Machtverlust– mit Zwang zur Neuorientierung!weiter


 

 

 

 
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